Wanja Hlibka

Mein erträumtes Glück
Biographie des Don Kosaken Wanja Hlibka

Musikalische Gene wurden mir bereits am 13. Mai 1948 mit in die Wiege gelegt, die im Laufe meiner Kindheit immer mehr mein Leben bestimmten.
Im Vorschulalter dann zog mich die Musik magisch an und nahm mich gefangen. Von meinem Vater wusste ich bis zu meinem 10 Lebensjahr recht wenig. Er lebte ja getrennt von uns und es war aus diesem Grunde auch nicht so wichtig für mich, was er gerade machte, vielleicht auch deshalb, weil ich nicht so recht daran glauben wollte, dass auch ich einen Vater hatte. Ein Vater müsste doch viel öfter da sein.

Im Jahre 1960 aber (ich war gerade mal 12 Jahre alt) übergab mir meine Mutter ein Bild meines Vaters in Kosakenuniform mit den Worten: „Auf den kannst du stolz sein, der singt jetzt beim weltberühmten Don Kosaken Chor!“

Mein Vater, ein Solist im berühmtesten Chor der Welt !?

Meine Neugier stieg unendlich. Ich musste mir einfach eine Platte von diesem ach so hochgepriesenen Chor besorgen. Das erste Stück das ich zu Ohren bekam war „Eintönig klingt hell das Glöckchen“ gesungen vom Solisten B. Bolotine.

Als ich die ersten Summtöne des Chores und die darauffolgende sopranartige Solostimme des Sängers vernahm, war es augenblicklich um mich geschehen. Es war, als wenn ich nur darauf gewartet hätte, in meinem       Leben solche Klänge hören zu dürfen. Mir war auch klar, dass sich irgendwas in mir gemeldet hatte, was zweifelsohne auf einen Schuss slawischer Mentalität hinwies.  Der Chor hatte es geschafft, meine Einstellung gegenüber meinem Vater zu überdenken und ich empfand tatsächlich eine Art Stolz, von so einem Mann in die Welt gesetzt worden zu sein. Jeder meiner Freunde sollte nun wissen, dass mein Vater ein Don Kosak ist.

Von nun an wurde jede Mark des Taschengeldes in Tonträger des Chores investiert. Es kam aber die Zeit, in der ich mich mit konservierten Klängen nicht mehr zufrieden geben wollte, und versuchte, zu erfahren, wo und wann der Chor in München, 40 km von meinem Heimatort entfernt, auftritt. Galt es doch, auch meinen Vater auf der Bühne erleben zu dürfen.

Irgendwann sah ich dann in München auf dem Weg von der Schule zum Bahnhof die Plakate mit Serge Jaroff und seinem weltberühmten Don Kosaken darauf; eilte zur Vorverkaufsstelle, um mir Karten zu sichern.

Endlich war der Tag da, an dem der Chor auftrat!

Ich saß im Kongresssaal des Deutschen Museums. Der Saal war mit ca. 2000 sitzenden und 500 stehenden Menschen total überfüllt. Allein dieser Zustand, gab mir zu verstehen, dass hier etwas ganz Außergewöhnliches stattfinden musste. Meine Spannung stieg, als endlich das Glockenzeichen 3-mal ertönte, die Bühne erhellt und die Saalbeleuchtung heruntergefahren wurde. Der Chor betrat die Bühne, ein paar Sekunden danach mit stechenden Schritten ein kleiner, aber mit unheimlicher Energie geladener Mann. Der Chor begann mit einem überwältigenden Fortissimo im „CREDO“ von       Gretschaninow. Als das Stück beendet war, entbrannte ein tosender Applaus. Gänsehaut pur!

Mein Vater wurde in meinen Gedanken ein Übermensch. Ich begann, ihn an Hand meines Fotos zu suchen. Ich fixierte alle 22 Männer eindringlich, aber es war keiner dabei, der ihm wirklich ähnlich sah. Ein Gedanke ließ mich, obwohl er utopisch war, schon in diesem Moment nicht mehr los.

Ich wollte selbst in diesem Chor stehen und mitsingen

Nach dem Konzert versammelte sich am Bühnenausgang eine beachtliche Menschenmenge, um von den einzelnen Sängern Autogramme zu erhaschen. Jedoch an Serge Jaroff war damals nicht ran zu kommen. Einer der führenden Solisten war George Tymczenko. Ich schaffte es, bis zu ihm durchzukommen und nutzte die Gelegenheit, von ihm, unter Vorlage meines       Fotos zu erfahren, ob dieser Mann, also mein Vater, auch im Chor mitsingt und vielleicht nur momentan aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei war. Nach seiner negativen Antwort war ich den Tränen nahe. Völlig aufgelöst stand ich nun an der Straßenbahnhaltestelle und hoffte, dass das alles nicht so sein konnte.

Schon in der Straßenbahn stehend, bemerkte ich in meiner Verwirrung erst gar nicht, dass Herr Tymczenko direkt neben mir stand. Er fuhr mit der Straßenbahn in sein Hotel. Nun war er es, der von mir wissen wollte, aus welchem Grund ich nach diesem Mann fragte und woher ich ihn kannte. Ich sagte, dass dieser Mann mein Vater wäre. Alles was ich anschließend von George Tymczenko erfuhr, ließ diesen Tag dann doch noch zu einem versöhnlichen Ende finden. Nämlich dass seine Mutter, ebenfalls Sängerin, mit meinem Vater zusammen im Theater in Cernovci/Ukraine aufgetreten ist. Dass er meinen Vater natürlich persönlich kannte usw. Er erklärte mir auch, dass die von meinem Vater getragene Uniform die der damals ebenfalls existierenden Schwarzmeer-Kosaken war.
Nun war ich aufgeklärt und ich war glücklich, mit einem echten Don Kosaken gesprochen zu haben, der noch dazu meinen Vater kannte.

Ab diesem Tag, versuchte ich, kein Konzert des Chores zu versäumen und ließ keine Möglichkeit aus, nach jedem Auftritt ein paar Worte mit G. Tymczenko zu reden.

Irgendwann kam dann meine Frage an ihn, ob er glaube, dass es möglich sein könnte, als junger Sänger von Herrn Jaroff überhaupt angehört zu werden. Ganz spontan kam seine Antwort: „Warum nicht, wenn sie gute Stimme haben, ohne weiteres!“ Ich war außer mir vor Freude und doch wahr da eine Unsicherheit, ob er das nur sagte, um mich vielleicht nicht zu kränken oder zu sehr zu enttäuschen. Es war aber trotzdem Ansporn genug, mich mit noch mehr Intensität meinem Gesangstudium zu verschreiben.Nach einem Jahr, ich war gerade mal 17, hatte ich bereits beachtliche stimmliche Fortschritte gemacht und glaubte so weit zu sein, um ein Vorsingen bei Herrn Jaroff zu wagen. Meine damalige Gesangslehrerin versuchte alles, um mich von diesem Gedanken abzubringen. Sie meinte, dass ich zu jung wäre um solchen stimmlichen Anforderungen gewachsen zu sein; dass Chorgesang einer Solistenstimme schaden würde; dass mein stimmlicher Entwicklungsprozess noch gar nicht beendet wäre;       usw. Sie hatte ja recht! Aber sie hätte sich die Seele aus dem Leib reden können, nichts konnte mich von meinem Gedanken abbringen.

Ich wollte in den Don Kosaken Chor!

Am 22. Dez. 1966 kam der Chor wieder nach München. Ich wusste, dass die Sänger immer ca. 45 Minuten vor Konzertbeginn ankamen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte Herrn Tymczenko, ob er mich denn zu Herrn Jaroff bringen könnte. Nach kurzem Zögern war er dazu bereit. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, was ich von ihm verlangte! Es war fast anmaßend, hatte er doch nie einen Ton von mir gehört. Dann mein Alter! Was kann da mit 17 schon an Stimme da sein?! Noch dazu als Tenor! Ich bin ihm heute, nach fast 37 Jahren noch dankbar, dass er diesen Schritt für mich gewagt hatte.

Dann war es soweit!

Ich stand vor einem kleinen Mann mit hellen strahlenden Augen, der jetzt, aus der Nähe betrachtet, viel zerbrechlicher und zierlicher wirkte als auf der Bühne. Der Administrator des Chores, Herr Kruedener v. Struve übernahm nun die Übersetzung in perfektem Deutsch u. Russisch. Herr Jaroff lächelte und hatte einen Ausdruck im Gesicht, als wolle er sagen, alle Achtung junger Mann, Mut hast du alle mal.

Der Mut nun, hätte mich jetzt aber fast verlassen.

Aber er verstand es mit seiner liebenswürdigen Ausstrahlung, mir zumindest einen Teil meiner Angst zu nehmen. Nach einigen Sekunden Gespräch mit Herrn v. Struve, ließ mich dieser wissen, dass Herr Jaroff mich tatsächlich anhören möchte. Ich wusste nicht, sollte ich lachen oder weinen. Dieser weltberühmte Mann nahm sich die Zeit, mich anzuhören. Würde ich vor ihm bestehen, was wäre mit Herrn Tymczenko, wenn ich versage? Was bekäme er von Herrn Jaroff und den Sängern zu hören? All das ging mir in Sekundenschnelle durch den Kopf. Wie von einer Geisterstimme weit entfernt, vernahm ich noch die Worte: „Kommen Sie am 16. Januar 30 Minuten vor dem Konzert hierher in die Garderobe. Herr Jaroff freut sich auf Ihr Vorsingen“. Ich weiß heute noch nicht, wie ich nach Hause gekommen bin. Es war wie in Trance.

War dies nun Wirklichkeit, oder Traum?

Zu gerne hätte ich alle wissen lassen, was in mir vorging und was mir demnächst bevorstand. Doch ganz gegen meine Natur ließ ich nichts davon heraus, nicht mal meiner Mutter gegenüber. Mich hätte so und so keiner ernst genommen. Ja!!!..  Sie wussten alle, dass ich gut singen konnte, aber gleich einem weltberühmten Chor beitreten zu wollen….. das wäre sicher einige Nummern zu groß! Ich konnte es niemanden verübeln, denn ich selbst dachte ja fast genauso.

Es kam der 16. Januar, die Wochen vorher waren schlimm.

Hoffentlich keine Erkältung! 

Pünktlich um 19.30 stand ich vor Herrn Jaroff, der aber heute wesentlich ernster war. Man bat mich in den ersten Stock des Deutschen Museums, in das Musikzimmer. Mir wurde warm u. kalt zu gleicher Zeit. Ich wusste, es gib kein Zurück. Es wurde noch schlimmer, als plötzlich der ganze Chor im Gang zum Musikzimmer stand. Herr Jaroff wollte nun wissen, was für ein Lied ich singen möchte, ob in Deutsch oder Russisch, da ich zu diesem Zeitpunkt noch kein russisches Wort sprach, ausgenommen die Liedtexte. Die konnte ich perfekt. Ich erwiderte mit einem Klos im Hals: „Wetscherni swon“! „Oh, Wetscherni swon, das ist sehr gut“ sagte auf einmal Herr Jaroff selbst in gebrochenem Deutsch.Er begann die ersten Akkorde anzuschlagen und ich begann zu singen, so, wie ich dieses Lied von der Platte kannte.

Die erste und zweite Strophe in Piano, die dritte in Forte und die vierte ebenfalls in Piano. Ich merkte, dass die Stimme strahlte und jedes Angstgefühl gehörte der Vergangenheit an. Der höchste Ton in dem Stück war das hohe „H“. Es stand im Raum, wie eine Trompete. Kaum war der letzte Ton verklungen kam da schon wieder dieses Angstgefühl, vielleicht doch nicht den Erwartungen des ganzen Chores und Herrn Jaroffs gerecht geworden zu sein. Dieses Gefühl wurde noch verstärkt, durch ein paar Sekunden der Stille und Schweigsamkeit. Es waren nur Sekunden, ich empfand diese kurze Zeitspanne als Minuten. Die Stille wurde durch ein plötzlich einsetzendes lautes „Bravo“ von Seiten des Chores unterbrochen. Herr Jaroff begann laut und gestikulierend mit Herrn v. Struve zu sprechen.

Ich dachte, das war’s!

Ich verstand ja nichts, aber dieses hektische Gerede verhieß mir nichts Gutes. Warum durfte ich nicht augenblicklich erfahren, was da geredet wurde?!! Endlich! Herr Baron von Struve räuspert sich: „Junger Mann, Herr Jaroff und wir alle können nicht glauben, was wir eben gehört haben. Sie sind ein fertiger Opernsolist mit einer großen Karriere vor sich. Herr Jaroff meint, so gerne er sie im Chor haben möchte, so sehr empfindet er als Dirigent dass es seine Pflicht ist, sie vom Ruin ihrer Stimme, was jahrelanger Chorgesang in dieser Lautstärke in übergroßen Sälen bewirken würde, zu bewahren.“ Ich ließ ihn gar nicht ausreden und stammelte, dass mein einziger Wunsch nur darin bestünde, in seinem Chor mitzuwirken.

Herr Jaroff strahle, ich strahlte, alle strahlten.

Bitte vorbereiten bis September, vielleicht sie schon dabei, wenn ein Sänger ausgefallen. Momentan Chor voll besetzt“, waren die nächsten Worte von Herrn Jaroff selbst. Es war unbeschreiblich. Keine noch so große Geldsumme hätte ich für die Gefühle eingetauscht, die mich in diesem Augenblick in Besitz nahmen. Sollte mein Traum tatsächlich wahr und ich ein Original Don Kosak werden!? Wieder eine Art Unsicherheit schlich sich in meine Gedanken. War das mit dem Ausfall eines Sängers nur eine Floskel?

Dann sah ich Serge Jaroff an und wusste, dieser Mann würde mich nicht in Ungewissheit lassen. Er hätte sich zu keiner Äußerung hin reißen lassen, die er nicht wirklich so meinte wie er sie sagte. Ich dankte tausendmal und verabschiedete mich von allen mit einem nie gekannten Hochgefühl.

Dann banges Warten!

Es war der 13. August 1967. Ich kam von der Schule nach Hause und fand meine Mutter total aufgelöst und mit Tränen in den Augen vor. Sie drückte mir wortlos ein Kuvert in die Hand. Es war ein Telegramm aus Amerika.

„Bin bereit sie für die kommende Saison zu engagieren, erwarte sofortige Zusage, Gruß Serge Jaroff“.

Meine Mutter tot traurig, ich im Freudentaumel. Sie ahnte, dass für sie eine schwere Phase des Alleinseins beginnen wird. Aber Sie war natürlich auch sehr stolz, dass ihr Sohn nun bald im berühmtesten aller Chöre der Welt singen würde. Ich konnte meine Freude nicht mehr verbergen und erzählte meinen Freunden, wie sehr sich mein Leben verändern wird. Im Nu war alles Dorfgespräch. Aber da waren verständnisvoller Weise auch jene, die halt doch nicht glauben wollten, dass ein 19jähriger Bayer mit einem Teil russischen Blutes, ein Sohn ihrer Gemeinde, der jüngste Sänger des berühmten Don Kosaken Chores werden sollte. Da wurde spekuliert, dass sich mit dem Telegramm Jemand einen Scherz erlaubte. Man sagte, eine Person, die geschäftlich nach Amerika reiste und von meinen verrückten Träumen bezüglich des Chores wusste, hätte dieses Telegramm von dort aus geschickt. Eine andere Person vermutete, dass ich mich so hinein gesteigert hatte, dass ich jemanden beauftragt habe, mir dieses Telegramm senden zu lassen. Es war ein leichtes Spiel, mich zu verunsichern und wieder kamen Zweifel.

Nun wollte ich es genau wissen und rief bei der Gastspieldirektion Otto Hofner, der langjährigen Agentur des Chores, an. Nach langem Hin und Her gelang es mir, Herrn Hofner persönlich ans Telefon zu bekommen. Die Sekretärinnen dachten sicher auch an einen Spinner.

„Herr Hofner“ sagte ich“ Herr Jaroff hat mich für die nächste Tournee engagiert, wann bekomme ich einen Vertrag“?Wer hat sie engagiert?? Herr Jaroff? Sie…einen Bayern? Wie alt sind sie überhaupt!? Ich antwortete: „19“. Hofner: „Sie sind doch verrückt, hören sie auf zu träumen und kommen sie auf den Boden zurück!! Sie gehören zu den Wiener Sängerknaben, und nicht in den Don Kosaken Chor“       Ich sagte: „Es ist aber so!“ „Na gut, rufen sie mich in einer Woche an, hörte ich da von Hofner „ich werde mit Herrn Jaroff telefonieren!“

Nach einer Woche rief ich Herrn Hofner erneut an. Nun war er viel freundlicher! Sollte das etwas zu bedeuten haben?! Herr Hofner am Telefon: „Wie haben’s denn das gemacht?? Sie müssen ja ein ganz besonderer sein! Der Jaroff nimmt nicht Jeden!! Wir sehn uns beim ersten Konzert in Bielefeld, den Vertrag kriegen’s demnächst!“ „Ich glaub das nicht!“ waren seine letzten Worte, bevor er auflegte.

2 Wochen später kamen bereits die Noten aus Amerika, der Vertrag ein paar Tage danach. Ich studierte den Tenorpart für 30 russische Stücke in 4 Wochen auswendig ein. Am 20. September kam der Chor aus Amerika und Hofner aus Köln.

Ich war schon da!

Trotz allgemeiner Sympathie wollte Otto Hofner persönlich hören, was Herrn Jaroff bewogen hat, so einen Knaben in den Chor aufzunehmen. Er kam zur Probe am nächsten Tag und hörte zu. Danach sagte er, „Jetzt weiß ich warum.“ Ich war ab diesem Tag ein Don Konsake und sollte es bis zum heutigen Tage bleiben.

Wir bereisten den ganzen Globus, ich sang als jüngster Solist des Chores in den größten Konzerthäusern der Welt. Der Erfolg war, egal wo der Chor auftrat, überwältigend. Die Konzerte waren ausnahmslos schon Wochen vor den Auftritten ausverkauft.

Fernsehfilme, Kinofilme, Platteneinspielungen und ich mitten drin!

Die Jahre vergingen wie im Fluge. 1979 traten Herr Jaroff und einige Sänger an mich heran. Man beabsichtigte, mich zum Dirigieren zu überreden. Jeder wusste, dass ohne Nachfolger die Existenz der Sänger gefährdet war und Herr Jaroff ließ erkennen, dass bei ihm die Zeit gekommen ist seine Laufbahn zu beenden. Es war auch eine Frage       der Gesundheit. Ich fühlte mich zu dieser Zeit solcher Anforderung nicht gewachsen. Außerdem war ich von Herzen Sänger. 1979 war auch die letzte Tournee mit dem Chor unter Serge Jaroff.

Es war ein trauriger Abschied in Paris. Jeder ahnte, dass es das Ende war. Es war die schönste Zeit meines Lebens, die bis zum heutigen Tage nur durch ein Ereignis übertroffen werden sollte.

Otto Hofner übergab mir 2001 die Rechte für den Don Kosaken Chor.

Als Dirigent des jetzigen Nachfolgechores werde ich alles daran setzen, den Ansprüchen, die Herr Jaroff und Otto Hofner von einem Nachfolger erwarteten, gerecht zu werden. Nicht zu vergessen, das Publikum, das ebenso Anspruch an einen Künstler erheben kann, wenn er einen weltberühmten Namen in Nachfolge vertritt.

Wanja Hlibka